Änderungen des Amazon Bewertungssystems

Amazon: Änderung des Bewertungssystems

Was hat sich geändert und wie wirkt es sich aus? In den letzten Tagen hat Amazon Änderungen an den unverifizierten Rezensionen vorgenommen. Bis dato konnten Kunden auf Amazon bis zu 5 unverifizierte Rezensionen pro Woche abgeben.

Amazon Mitteilung zu Änderungen Bewertungssystem

Diese Regelung ist auch weiterhin aktiv. Zusätzlich dazu hat Amazon nun aber eine weitere Begrenzung eingeführt, diesmal nicht käuferbezogen sondern abhängig vom Produkt/Listing: Es werden maximal 10 unverifizierte Rezensionen pro Woche für ein Produkt/Listing akzeptiert. Dies bestätigt auch eine E-Mail des Amazon-Kundensupports:

Amazon behält sich aber das Recht vor nicht als „Von Amazon verifizierter Kauf“ gekennzeichnete Rezensionen zu beschränken. Pro Kunde dürfen 5 Rezensionen und für das Produkt selbst maximal 10 Rezensionen pro Woche abgegeben werden die nicht als “Verifizierter Kauf” gekennzeichnet sind. Die Berechnung der Anzahl erfolgt dabei von Sonntag 00:00 Uhr bis Samstag, 23:59 Uhr. Diese Richtlinie bezieht sich nicht auf Vine Kundenrezensionen oder Rezensionen zu digitalen oder physischen Büchern, Musik und Videos.

Jedoch scheint dies nicht die einzige Änderung seitens Amazon zu sein. Amazon sperrt bisher bei manchen Produkten bereits die „unverifizierten Rezensionen“ komplett, wenn eine „ungewöhnlich“ hohe Anzahl von Rezensionen über einen „sehr kurzen Zeitraum“ generiert worden ist.

Mitteilung Amazon Änderung Bewertungssystem

Wann ist eine Rezension unverifiziert?

Generell sind Rezensionen, die für rabattierte Käufe abgegeben werden, unverifiziert. Dabei spielt die Höhe des Rabattes keineswegs eine Rolle, auch wenn es vereinzelt Ausnahmen gibt. Viele Händler sind der Meinung, dass sie durch unverifizierte Rezensionen einen Nachteil haben bzw. diese von Amazon weniger gewichtet werden. (Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel: Amazon Bewertungen kaufen).

Dies ist jedoch keineswegs der Fall. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die meisten Amazon-Kunden keinen Unterschied zwischen den beiden Bewertungsformen kennen und ihre Kaufentscheidung nicht davon abhängig machen. Viel mehr kommt es darauf an, ob die Rezensionen hilfreich sind und einem potenziellen Käufer bei der Kaufentscheidung helfen. Gerade deshalb sind auch Produkttester sehr hilfreich, denn sie wissen genau, worauf es bei dem Inhalt einer Rezension ankommt. Oftmals werden auch genau diese Rezensionen von anderen Kunden als „hilfreich“ markiert und stehen weit oben.

Amazon sortiert die Rezensionen standardmäßig nach deren Relevanz, also ob sie besonders hilfreich sind. Ob die Bewertung verifiziert ist oder nicht spielt hierbei keine Rolle.

Was möchte Amazon durch die Änderungen erreichen?

Durch die aktuelle Änderung des Bewertungssystems sollen Amazon-Rezensionen natürlicher werden. Amazon selbst möchte vermeiden, dass Bewertungen unglaubwürdig werden. Genau aus diesem Grund wird die wöchentliche Anzahl der nicht-verifizierten Bewertungen pro Listing eingeschränkt.

Was bedeutet dies für zukünftige Produkt-Launches?

Generell wirken sich die aktuellen Änderungen nicht zwingend negativ aus. Da trotz allem jeder Händler dieselben Restriktionen erfährt, bleiben die Chancen auch für jeden Händler gleich. Natürlich wird die Rezensionsquote nun geringer ausfallen, was aber unproblematisch ist, da das Verhältnis gleich bleibt.

Beispiel: Händler A, der keine Produkttester-Plattform nutzt, wird organisch nicht wöchentlich das Maximum von 10 umverifizierten Bewertungen erreichen, während Händler B mithilfe von einer Produkttester-Plattform wöchentlich die 10 Bewertungen erhält.

Interne Tests, die wir nach den aktuellen Änderungen durchgeführt haben, zeigten, dass ansprechende Produkte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis genauso von unserer Plattform profitieren, wie zuvor. Wie der folgende Screenshot aus unserem Tool zeigt, konnte das Produkt auch nach dem Weihnachtsgeschäft weiter im Ranking steigen.

Auswikrungen auf den Best Seller Rank

Für zukünftige Produkt-Launches ist es daher wichtig, ein wenig mehr Zeit einzuplanen und idealerweise eine langfristige Kampagne mit einem möglichst kleinen Intervall zu wählen. Dadurch erreicht man eine bessere Verteilung der Gutscheincodes im zeitlichen Verhältnis und die Kampagnen werden dadurch effektiver. Das bedeutet mit anderen Worten, dass kontinuierlicher Traffic und stetige Sales stattfinden müssen, um auch langfristig im Ranking oben zu bleiben. „Einmal-Aktionen“, mit denen man beispielsweise nur einmalig 50 Gutscheincodes zum Produkt-Launch vergibt, haben langfristig dementsprechend kaum Auswirkungen, sondern sorgen lediglich für einen kurzzeitigen Ranking-Boost.

Um das Keywordranking direkt zu verfolgen, empfehlen wir, die Produkte in unserem Keywordrankingtracker anzulegen. Dort werden selbst minimalste Veränderungen direkt angezeigt. Zudem berechnen wir hier einen so genannten AKI (ASIN-Keyword-Index), der anzeigt, wie hoch die Sichtbarkeit, Auffindbarkeit sowie Position eines Produktes ist.

Wir haben bezüglich der Änderungen des Amazon-Bewertungssystems auch ein Update auf Produkttesterseite unserer Plattform durchgeführt, sodass Produkttester nun wöchentlich maximal 8 Zuschläge für Gutscheinkampagnen erhalten können. Auch dies sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung.